Frauen für Zellenblock 9

Eine Gruppe von Frauen, Mitglieder einer Untergrundorganisation, fallen in die Hände der Militärpolizei. Sie leiten die Frauen direkt weiter in ein strenges Frauengefängnis tief im Dschungel von Südamerika. Die Leiterin dieses Lagers steckt sie sofort in den berüchtigten Zellenblock 9, wo man natürlich Informationen aus ihnen herausquetschen möchte.

Das Jess Franco ja ein Faible für Frauenknastfilme hat, dürfte ja so ziemlich jeden bekannt sein. Unter all seinen zahlreichen Sexploitern hat er 1977 auch Frauen für Zellenblock 9 gedreht. Von der Story her ist auch dieser Film von den zahlreichen Klischees nicht verschont geblieben. Ein paar Frauen werden in einen Knast in Südamerika gesteckt und werden anschließend nach und nach gefoltert, bis sie dann einen Fluchtversuch starten. Eigentlich wie in so vielen Filmen aus diesem Genre. Doch bekanntlich ist ja jeder Film anders und es kommt darauf an, wie das ganze rüber gebracht wird.

Der Film läuft eigentlich ohne besondere Höhepunkte ab und spult sein Programm nach und nach runter. Zweifelsohne sind hier die ganzen Folterungen das Hauptaugenmerk und das ganze beginnt einfach nur brutal und geschmacklos zu werden. Die Frauen werden hier auf unterschiedlichste Art und Weise gedemütigt, gepeinigt gefoltert und so weiter und so fort. Wie so oft gibt es auch hier eine Campführerin, die sichtlich Interesse daran hat, diese Frauen zu peinigen. Ebenso ihr Mann, der auch auf das ganze Folterzeug abfährt und sehr gespannt bei allem zusieht.

Die Darstellerinnen die zumeist nur nackt zu sehen sind, sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern sie passen auch gut in die Rolle hinein. Auch wenn sie am Anfang noch so stark sind, werden sie bei den ganzen Foltermethoden schwach, was aber kein Wunder ist. So muss sich z.B. eine nackte Frau breitbeinig auf eine scharfe Klinge setzen, während sie von den anderen verhört wird. Eine andere bekommt mal 3 Tage nichts zu trinken und als sie kurz vor dem Zusammenbruch steht, bekommt sie einen ganz speziellen „Cocktail“ serviert, bevor sie etwas normales zu trinken bekommt. Eine andere wird ein Horn unten rein gerammt, bevor ihr dann ein Rohr mitsamt einem Nagetier vaginal eingeführt wird. Frauenverachtend ist das ganze auf jeden Fall, aber so sind die meisten Filme von Franco gestrickt.

Sicherlich nur für die hartgesottenen Fans geeignet, auch wenn der Film ein harter Genre Streifen ist. Man muss einfach dem Genre irgendetwas abgewinnen können, ansonsten wird man mit dem Film sicherlich nicht viel anfangen können, zumal er die meiste Zeit wirklich langweilig ist. Da können auch die zahlreichen nackten Frauen (und ein wenig Lesben „Sex“) nichts daran ändern, aber ein gewisser Unterhaltungswert (wenn man bei so einem Film überhaupt davon sprechen kann), sollte doch schon vorhanden sein.


Wertung: 6 / 10

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