Stories of the Dead - Die Farm

Inhalt:

Lucia (Beatrix Klimpke) besucht einen Friedhof. Sie ist mit der besonderen Gabe ausgestattet, sehen zu können, wie andere Menschen gestorben sind. In ihren Visionen warten fünf tödliche Kurzgeschichten auf sie: EIFERSUCHT, in der die besitzergreifende Claudia (Eva Habermann) die Kontrolle über ihren Freund verliert und zum Messer greift, LIVE OR LET DIE, eine post-apokalyptische Geschichte, in der Zombies auftreten, FREMDKÖRPER, in der ein junger Journalist nachts feststellt, dass etwas in sein Schlafzimmer eingedrungen ist, DER RABE, eine freie Adaption des Erzählgedichtes von Edgar Allen Poe, in der ein alter Mann (Ralf Richter) in einer Gewitternacht überraschend Besuch erhält und LEBEN, die sich um einen lebensmüden Mann (Peter Bosch) dreht, der von der Firma Solution ein verlockendes Angebot bekommt.

 

  

 

Eigentlich ist das eine richtig gute Idee, um so ein paar Kurzgeschichten als Langfilm unterzubringen. Das war von Regisseur Thomas Pill ein cleverer Schachzug, der ja auch gerne mal den ein oder anderen Kurzfilm präsentiert. Umso erfreulicher ist es, dass so eine deutsche Produktion dem breiten Publikum zugänglich gemacht werden kann. Natürlich ist es alles Geschmackssache, doch wenn der deutsche Independentfilm mehr Leute erreicht, kann dies auch für andere Filmemacher durchaus positiv sein. Leider gibt es noch immer recht wenig deutsche Produktionen, die heutzutage auf DVD und Blu-Ray erscheinen.

  

Von den 5 Kurzgeschichten kommt alles mögliche bei rum, was natürlich auch den ein oder anderen Geschmack mehr treffen wird. Von Zombies, bis hin über die Edgar Allen Poe Interpretation bis hin zu dem Film, dass sich etwas in das eigene Schlafzimmer geschlichen hat, ist wirklich viel dabei. Auch die Länge variiert mal von recht kurz bis etwas länger. Ein paar nette Effekte, die vor allem selbstgemacht sind, bekommt man auch zu sehen. Es ist immer wieder schön, wenn man einen Effekt sieht, der mal nicht am PC entstanden ist.

  

Während die Kurzgeschichten erzählt werden, spielt noch eine kleine Nebengeschichte um Lucia, die bei den Gräbern die einzelnen Geschichten dahinter sehen kann. Ihre Performance und mit dem „Clown“ am Ende ist wirklich hervorragend gespielt. Da macht es Spaß zu zusehen und man wünscht sich mehr davon zu sehen. Auch wenn mit Ralf Richter und Giulia Siegel Namhafte Darsteller dabei sind, so bleiben diese eher im Hintergrund. Technisch ist der Film absolut einwandfrei, eine super Kamera und man merkt, wieviel Herzblut hinter alldem gesteckt hat. Man muss sich hierbei nur immer vor Augen halten, dass es sich um keine Produktion handelt, bei der viel Budget dahintersteckt, doch dafür ist das Ergebnis umso positiver ausgefallen.

  

7 / 10

 

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