Hi8: Resurrectio

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In “Hi8“ begleiten wir den Filmstudenten Steven, der den blutigsten Horrorfilm aller Zeiten drehen möchte, seine Diplomarbeit. Problem aber: das Geld. Auch sein Produktionsdozent unterstützt Steven in seinem Vorhaben nicht. Er vergleicht den Horrorfilm als ein unakzeptables Medium und zeichnet keinen Künstler aus. Steven ist natürlich auch bewusst, dass es in Deutschland schwierig ist, Genrefilme zu verbreiten, aber er gibt die Hoffnung nicht auf. Eine mysteriöse Internetseite, die eine Freundin von ihm entdeckt hat, gibt ihm jedoch wieder Hoffnung. Eine einzige Textzeile, die in einem Rahmen aus einem flammenden Meer umgeben ist, erscheint auf dem Bildschirm: „In dieses Höllenfeuer stürzen Gottes Boten hinab, Engel.“ Dies scheint Steven gar nicht zu stören, denn der Inhalt des Textes ist in seinen Augen von größerer Bedeutung. Seine Blicke erfassen nur filmen, Geld, sofort Bezahlung. Doch der Klick auf den “Sende“-Button entfacht nun eine Erfahrung, die durch Verstand, Fleisch und Knochen geht… Wörtlich ausgesprochen: Er wird die Hölle auf Erden erleben.

 

 

Hi8 Resurrectio ist der Abschlussfilm von Stefan Sierecki an der Uni. Einerseits ist es schon sehr gewagt mit dem Thema (im Film unterstützt der Dozent das Projekt nicht und wird daraufhin kalt gemacht), andererseits natürlich ein klasse Einfall. Anscheinend kam er bei der Abschlussprüfung auch an, denn nun bekommen wir ihn auch endlich zu sehen. Man muss gleich noch sagen, dass es für eine Abschlussarbeit sehr blutig zu Werke geht. Wer also einen harmlosen Film erwartet, den kann man beruhigen.

 

Der Mix der Thematik ist wirklich gelungen. Auch dass Filmstudent Steven sich im Internet einen Job sucht und erst gar nicht merkt, wo er denn hier rein gekommen ist. Anfangs kommt es ihm natürlich schon komisch vor, doch als er schnallt was los ist, steckt er schon knietief mit drin und aus der Sache wieder heraus zu kommen, gestaltet sich als gar nicht so einfach. Hier kommt dann wieder der blutige Aspekt, denn ich gerade noch erwähnte.

 

In Sachen Splatter und Gore dürfen sich die Gorehounds doch freuen. Man lässt sich zwar sehr lange damit Zeit (doch anders wäre es auch schlecht gegangen), doch wenn es dann so richtig los geht, dann lässt man es auch ordentlich krachen. Genau so etwas hat man auch erwartet. Die Effekte sind wirklich sehr gelungen und machen Lust auf mehr. Das ganze Projekt ist wirklich gut umgesetzt, auch wenn es hier und da mal etwas hakt, aber da schaut man doch gerne drüber weg. Gerade deutsche Independentfilme die etwas drauf haben, sind leider recht rar geworden.

 

Wertung: 7 / 10

 

 

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