Martyrs - The Ultimate Horror Movie

Die zehn Jahre alte Lucie (Ever Prishkulnik) wird in einem Schuppen gefangen gehalten und gequält, doch eines Tages gelingt ihr die Flucht. Auch ein Ortwechsel in ein Waisenhaus lässt sie den Schrecken nicht vergessen. Das traumatisierte Mädchen leidet unter Albträumen. Mit Anna (Elyse Cole) findet sie eine gleichaltrige Vertraute, bei der sie sich in Sicherheit fühlt. Fast zehn Jahre danach spuken die Dämonen ihrer Vergangenheit aber immer noch im Kopf von Lucie (nun gespielt von Troian Bellisario) herum. Zusammen mit ihrer Freundin Anna (jetzt: Bailey Noble) spürt sie in der Hoffnung auf einen Abschluss die Familie auf, die ihr all das Leid zugefügt hat. Doch als die beiden der Wahrheit näherkommen, wird der Albtraum plötzlich wieder zur Realität und die jungen Frauen schlittern in eine Spirale aus Gewalt…

 

2008 ist in Frankreich der Film Martyrs erschienen. Da die Amerikaner alle guten Filme von Europa oder Asien am liebsten selbst drehen, verpassen sie ihnen einfach ein Remake. Da ist es auch egal, dass das Original noch gar nicht so alt ist. Aber wenn sie es so machen wollen, wie es ihnen passt und gefällt, dann muss man das akzeptieren. An der Story hat man sich weitestgehend festgehalten und nur ein paar Abweichungen gemacht. Aber das ist gar nicht mal so schlecht, dass man ein paar eigene Ansätze reinbringt.

Das Grundgerüst bleibt natürlich gleich. Die Idee mit den Dämonen in Lucie´s Kopf sind klasse. Nur sie kann diese sehen und auch wenn sie von ihnen angegriffen wird, sieht ihre Freundin sie nicht. Doch es bleiben immer ein paar Kratzer und Schrammen zurück. Aber auch wenn die Vergangenheit durchleuchtet wird und immer mehr ans Tageslicht kommt, so nimmt es doch eine interessante Wendung. In Sachen Brutalität geht es in der geschnittenen Fassung eher gemächlich zu, was aber nicht heissen soll, dass die Story nicht wie ein Schlag in die Magengrube ist!

Solche Filme können eigentlich nur in der ungeschnittenen Fassung ihre ganze Pracht ausspielen, wenn man es denn so nennen kann. Gerade das französische Pendant hat durch die vielen blutigen Effekte geglänzt, aber auch in dieser Form kann der Film punkten. Natürlich ist es eine harte Kost und nicht für jedermann geeignet, aber die Umsetzung ist wirklich gelungen und auch wenn es ein Remake ist, das eigentlich nicht hätte sein müssen (wie so oft), kommt der Film doch recht gut weg.

 

Wertung: 7 / 10

 

 

 

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