Ostzone

Linda und Marius sind Sozialpädagogen und kaufen ein Klinikgebäude, das einst in der Ostzone stand – ein Kinderheim der DDR. Lange nach der Wende ist der Bau zwar ziemlich verfallen, dafür allerdings äußerst günstig zu erwerben und so unterschreiben die beiden den Vertrag der Maklerin Frau Wagner, ohne lange zu zögern.

Doch nicht nur ihre Freundin Marie findet das alte Gemäuer unheimlich. Irgendetwas stimmt nicht in dieser Klinik, in deren Zimmern immer noch die Spuren der Vergangenheit umherspuken. Und dass Besucher hier nicht gern gesehen sind, müssen die neuen Besitzer bald auf äußerst unangenehme Weise erfahren.

 

Mit Ostzone hat Regisseur René Rausch mal so richtig einen rausgehauen! Die Story ist zwar nicht neu, aber ich sage immer, wenn man das alles gut verpackt, dann kann man da schon was draus machen. Allen voran besticht die gewaltige Bildoptik. Was man hier bei diesem Independent Film zu sehen bekommt, ist echt schon unglaublich. Die einzelnen Bilder und die einzelnen Details werden von der Kamera verdammt gut eingefangen. Auch die Drohnenaufnahmen passen super hinein und hinterlassen einen starken Eindruck.

Durch die Optik und die verdammt geile Location, baut man hier schon eine sehr düstere Atmosphäre auf. Die alte verlassene Klink hätte man nicht besser finden können. Hier passt wirklich alles zusammen. Mit einigen Rückblicken in den Ende der 80er Jahren als die Klinik noch betrieben wurde und diverse Experimente gemacht worden sind, bekommt man hier noch einige Hintergrundinfos zu sehen. Da passt es auch ins Bild, dass das Bild dann körnig und eben zu der alten Zeit passt. Klasse gemacht.

Ein Film wird ja auch sehr oft von den Darstellern getragen und gerade bei Independentfilmen kann man da einiges falsch machen, aber alle passen wirklich sehr gut rein und erfüllen ihre Rolle mit Herzblut. Die Effekte sind meistens nur angedeutet, aber das ist auch nicht schlimm. Der Film setzt auf andere Aspekte und nicht auf eine reine Abschlachtung. Mit einer Laufzeit von etwas über einer Stunde hat man auch alles richtig gemacht. Bevor man einige Passagen in die Länge ziehen muss und so der Film stocken kann, hat man bewusst auf eine kürzere Laufzeit gesetzt, um eben alles flüssig erzählen zu können. Ostzone ist optisch sehr anspruchsvoll und man kann gespannt sein, was René Rausch als nächstes aus dem Boden stampft.

 

Wertung: 7,5 /10

 

Mit freundlicher Unterstützung von http://www.facebook.com/ostzonefilm

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